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Christian Schmidt-Rasmussen (f. 1963), At Long Last Mankind Found a Way to Conquer Death, National Gallery of Denmark, 1998

Kopenhagen, National Gallery of Denmark, bis 7. März 2010

Nature Strikes Back

On the occasion of the UN climate conference in Copenhagen, the National Gallery of Denmark is opening a new and comprehensive exhibition which portrays man’s relation to nature through centuries of art. With an impressive array of works from some of the absolute heavyweights of art history, the exhibition delivers a highly contemporary and powerfully communicative story about man’s changing view of nature from ancient times through to today.

Nature as history
Throughout history, mankind has perceived nature differently at different times. During the Middle Ages, nature was mostly regarded as evil and mankind was prey to its whims, which only God could protect us from. This understanding was replaced by a more positive view of nature in the Renaissance, where man begins to regard nature as a useful resource that can be controlled. This way of thinking became increasingly striking in modern times. Nature came to be regarded as inexhaustible and something to be mastered and completely subjected to human needs. After a good 150 years of exploitation, pollution, and other catastrophes, a new picture evolved at the end of the 20th century, with nature as the weak victim that must be protected. Today we have arrived at the traumatic realization that nature simply reacts to that which we subject it to, and that it strikes back, so to speak, without regard to mankind’s needs. (off. press)

 

 

 

STRASSENSZENE, 1913/14, Pastell; 40 x 30 cm

Leipzig, Museum der bildenden Künste, bis 5. April 2010

ERNST LUDWIG KIRCHNER
Meisterblätter aus dem Brücke-Museum Berlin

Ernst Ludwig Kirchner (1880 – 1939) gilt als bedeutendster Zeichner des Expres-sionismus. Zeichnungen stellen in seinem Œuvre einen ebenso eigenständigen wie umfangreichen Werkteil dar. Kirchner zeichnete, wo er sich befand, ob im Atelier oder unterwegs. Tausende von Arbeiten entstanden auf diese Weise. Viele seiner Gemälde haben in den Zeichnungen ihre Wurzeln. Kirchner selbst schreibt in einem Tage-bucheintrag vom 4. August 1919: „Ich muß zeichnen bis zur Raserei, nur zeichnen, dann nach einiger Zeit nur das Gute aussuchen. Die Technik ist zu schön.“ Die Auswahl der ‚Meisterblätter’ aus dem Berliner Brücke-Museum, das eine der umfangreichsten Kirchner-Sammlungen weltweit beherbergt, gibt einen Überblick über sämtliche Schaffensperioden – von den gemeinsamen Anfängen mit den Brücke-Kollegen um 1905 über die produktiven Berliner Jahre bis hin zum Schweizer Spätwerk.

Zeichnen war das zentrale Medium der Brücke-Kollegen Kirchner, Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff. Zwar wurden sie schon in ihrem Architekturstudium in diesem Medium geschult, wohl aber mit der dem Architekten auferlegten Akkuratheit. Seit der Brücke-Gründung 1905 trafen sie sich meist bei Kirchner, um zu zeichnen. Sie etablierten für sich die sogenannten „Viertelstundenakte“, in denen ein Aktmodell nach spätestens fünfzehn Minuten eine neue Position einnimmt. Nicht das genaue, akademisch-präzise Zeichnen nach der Natur stand im Vordergrund, sondern es ging den jungen Künstlern um das schnelle Erfassen von Physiognomie und Bewegung, ohne die exakte Widergabe von Einzelheiten. Die reinen Umrisslinien, Proportionen und perspektivischen Verkürzungen rücken in den Fokus. (off. press.)

 

 

 

Jim Lambie, Ska's Not Dead 2001, © Jim Lambie

Liverpool, Tate Liverpool, bis 11. April 2010

DLA Piper Series: This is Sculpture

Leading cultural figures from different disciplines will be bringing their own unique vision to bear on sculpture from the Tate Collection for DLA Piper Series: This is Sculpture, sponsored by DLA Piper. Transforming the first and second floor galleries are artist Michael Craig-Martin; designer Wayne Hemingway and his son Jack; and artist, director and writer Tim Etchells. From 1 May 2009 the co-curators present dedicated displays of sculpture which have been selected in conjunction with Tate Liverpool curators. The displays feature masterpieces from the Tate Collection by artists such as Pablo Picasso, Fernand Léger, Henry Moore and Barbara Hepworth, alongside recent acquisitions of contemporary art by Sarah Lucas, Jim Lambie and Terence Koh, among others. 

Michael Craig-Martin – ‘Sculpture: The Physical World’

Artist Michael Craig-Martin will select and arrange works from the Tate Collection to focus on the complex ways that sculpture informs our understanding and experience of the physical world. By exploring sculpture's use of visual language and its interplay with materials, everyday objects, colour, scale, juxtapositions and references, Craig-Martin will emphasise the direct physical, as well as visual, response of the viewer in relation to the art. Craig-Martin will create a new context for the works in the collection by painting each of the three gallery spaces a different vivid colour, centred around a new large-scale wall drawing made specially for the space. In his signature style, this drawing combines the word ‘sculpture’ with boldly outlined motifs of dozens of everyday objects, from footballs to coathangers. Masterpieces from Michael Craig-Martin’s section of the display include Amedeo Modigliani’s Head (1911-2), Marcel Duchamp’s Fountain (1917, replica 1964), Pablo Picasso’s Cock (1932, cast 1952), Donald Judd’s Untitled (1973), and Franz West’s Viennoiserie (1998). (off. press)

 

 

 

GEORGES SEURAT: PAYSAGE ET FIGURES: ÉTUDE POUR "UN DIMANCHE À LA GRANDE JATTE", 1884, Öl auf Holz, 15,6 x 24,8 cm, Collection Albright-Knox Art Gallery Buffalo, New York, Gift of A. Conger Goodyear

Frankfurt/M., Schirn-Kunsthalle, 4. Februar – 9. Mai 2010

GEORGES SEURAT - FIGUR IM RAUM

Der französische Neoimpressionist Georges Seurat (1859–1891) gilt als Ikone der bildenden Kunst des 19. Jahrhunderts und als wichtigster Vertreter des von ihm entwickelten Pointillismus. Mit rund 60 Gemälden, Ölstudien und Zeichnungen aus öffentlichen und privaten Sammlungen u. a. aus London, Paris, Zürich, New York und San Francisco bietet die Ausstellung in der Schirn Kunsthalle einen repräsentativen Überblick und nimmt zugleich einen wichtigen Aspekt von Seurats Œuvre in den Blick: die Figur im Raum. Kein Bildthema vermag ähnlich viel über Seurats Kunst zu erzählen.

Sowohl das malerische als auch das zeichnerische Werk des Künstlers künden von einem großen Interesse an diesem Sujet, dem er sich während seiner gesamten Schaffenszeit widmete. Der Künstler orientierte sich zunächst an Gruppierungen wie der École de Barbizon, an Epochen wie der Renaissance oder an Künstlerkollegen wie Puvis de Chavannes, setzte die Sujets jedoch in einer neuen Maltechnik und in innovativen Kompositionen um. In der Auseinandersetzung mit den Bildvorstellungen der Impressionisten und den neuesten naturwissenschaftlichen Erkenntnissen der Physiologie und der Farbtheorie entwickelte Georges Seurat jene Malweise, die als Pointillismus in die Kunstgeschichte einging und späteren Kunstschaffenden zu einer wichtigen Inspirationsquelle wurde. (off. press)

 

 

 

Henri Rousseau: Surpris!, 1891, Überrascht! – Sturm im Dschungel, Öl auf Leinwand, 129,8 x 161,9 cm, The National Gallery, London, © 2010 The National Gallery, London

Basel, Fondation Beyeler, bis 9. Mai 2010

Henri Rousseau

Einhundert Jahre nach dem Tod des französischen Malers Henri Rousseau (1844–1910) widmet die Fondation Beyeler diesem Pionier der Moderne eine Ausstellung. Anhand von 40 herausragenden Werken werden die Entwicklung und die Vielfalt seines Œuvre vorgestellt und ein konzentrierter Überblick über sein Schaffen gewährt. Der Zollbeamte Rousseau hatte keine Kunstschule besucht und malte zunächst nur in seiner Freizeit Bilder, die ausserhalb der akademischen Tradition lagen. Lange als naiver Maler verkannt, schaffte er den Durchbruch in den Pariser Salons erst spät. Neben den legendären, für sein Spätwerk charakteristischen Dschungelbildern hat Rousseau Ansichten von Paris und der die Stadt umgebenden Landschaften ebenso wie Figurenbilder, Porträts, Allegorien und Genreszenen gemalt. Zusammen mit Monet, Cézanne, van Gogh und Gauguin gehört Rousseau zu den entscheidenden Künstlern, die mit ihren Bildfindungen der noch jungen Moderne den Weg geebnet haben. Nachdem die Impressionisten und ihre direkten Erben einen neuen Blick auf das Sichtbare entwickelt hatten, erschloss Rousseau der Moderne Quellen jenseits der akademischen Lehren. Mit nur vermeintlich naiven künstlerischen Konzepten führte er unter anderem das Genre der imaginären, erträumten Landschaft in seinen Dschungelbildern zu einem ungeahnten Höhepunkt. (off. press)

 

 

 

Paul Klee, Der gefundene Ausweg, 1935, 98 Aquarell und Kohle auf Papier auf Karton

Bern, Zentrum Paul Klee, 19. September 2009 bis 24. Mai 2010

Paul Klee. Leben und Nachleben

Vernissage: Freitag 18. September 2009, 18 Uhr
 
Paul Klees Werk ist eine gemalte und gezeichnete Biografie – auch wenn viele seiner Mitteilungen verschlüsselt sind und dem Betrachter Rätsel aufgeben. Bei genauerer Betrachtung aber offenbart sich, wie sehr es von Klees Charakter, seinen Lebensumständen und seiner Umgebung geprägt ist. Seine Werke zeigen seine Vorliebe für Satire und Groteske, aber auch sein Bedürfnis nach Erfolg und Anerkennung. Sie berichten von seiner Familie, seinen Reisen und seiner zwiespältigen Haltung gegenüber Politik und Weltgeschehen. Und nicht zuletzt erzählen sie von seinen künstlerischen Experimenten zwischen Expressionismus und Konstruktivismus, Bauhaus und Picasso.
Immer versuchte Klee sich als Individualist zu behaupten und gegenüber dem Zeitgeist seine persönliche Kunstform zu bewahren. Klee war ein widerständiger Künstler, der sich mit Ironie und scharfer Beobachtungsgabe gegen seine Umwelt wappnete und bissige Kommentare in seinen Bildern formulierte. Er war Philosoph, aber auch Buchhalter und Stratege und hatte bei aller Spiritualität seine öffentliche Laufbahn präzise im Blick.  
 
Die neue Klee-Ausstellung des Zentrum Paul Klee, die von September 2009 bis Mai 2010 zu sehen sein wird, stellt die Biografie Klees in den Mittelpunkt. Vierzehn neue Themenräume beschäftigen sich mit den Stationen von Klees Lebens- und Werkgeschichte von seinen Anfängen um 1900 bis zu seinen letzten Werken im Jahr 1940. Frühe Bildnisse seiner Familie werden dabei zu sehen sein, wie auch seine späten Erinnerungen an Personen und Episoden seines Lebens. Man sieht Klee im Kreis von Werken seiner Künstlerfreunde Marc, Kandinsky oder Kubin und kann seine Reaktionen auf den Ersten Weltkrieg und den Nationalsozialismus verfolgen. (off. press)

 

 

 

Handschrift des 5. Buches des „Kanon der Medizin“ des Avicenna (Ibn Sina), Iran oder Mesopotamien, 444 H / 1052 AD, Tinte und Wasserfarben auf Papier, 21,2 x 16,4 cm, © Aga Khan Trust for Culture, Geneva, Switzerland

Berlin, Martin-Gropius-Bau, 17. März bis 6. Juni 2010

Schätze des Aga Khan Museum. Meisterwerke der islamischen Kunst

Erstmals wird in Deutschland die Sammlung des Aga Khan ausgestellt. Mehr als 200 Meisterwerke dokumentieren mehr als 1000 Jahre Kulturgeschichte. Die im Martin-Gropius-Bau in Berlin ausgestellten Werke stammen aus der Sammlung des Aga Khan Trust for Culture. Karim Aga Khan IV ist das geistige Oberhaupt der Ismailiten. Er gilt zugleich als direkter Nachkomme des Propheten Mohammed. Seine Sammlung gilt als eine der größten und wertvollsten Sammlungen islamischer Kunst und wird ab dem Jahr 2013 im neuen Aga Khan Museum in Toronto beheimatet sein.

Die Berliner Ausstellung zeigt einige der weltweit bedeutendsten Kunstwerke aus islamisch geprägten Ländern. Darunter Seiten aus dem persischen Heldenepos „Shahnama“, dem so genannten „Buch der Könige“, des Dichters Firdawsi. Die Miniaturen zählen weltweit zu den bemerkenswertesten. Ferner das bisher älteste, arabische und erst später übersetzte Manuskript des „Kanons der Medizin“ von Ibn Sina (Avicenna). Abu Ali Ibn Sina war Philosoph und Arzt. Sein Hauptwerk diente über 500 Jahre als medizinisches Standardwerk und Lehrbuch für Ärzte in Europa. Als herausragende Kulturgüter gelten auch ein sehr gut erhaltenes mongolisches Seidendamastkleid aus dem 13. Jahrhundert sowie eine Doppelseite des „Blauen Korans“ aus dem 9. Jahrhundert. Die blauen Pergamentbögen sind in goldenen Lettern im kufischen Duktus geschrieben und zählen zu den kostbarsten und aufwendigsten Koranmanuskripten der Welt. (off. press)

 

 

 

 

Edvard Munch: Weib mit rotem Haar und grünen Augen. Die Sünde, 1902, Farblithographie von 3 Steinen in Rostrot, Ocker und Grün auf rohweißem dünnen Japan-Papier, Blatt: 78 x 55 cm; Stein: 69,7 x 40,3 cm, Staatsgalerie Stuttgart, Sammlung Max Fischer

Stuttgart, Staatsgalerie, 6. März bis 20. Juni 2010

BRÜCKE BAUHAUS BLAUER REITER - SCHÄTZE DER SAMMLUNG MAX FISCHER

Die Staatsgalerie zeigt ab 6. März bis 20. Juni 2010 erstmals Schätze aus der Privatsammlung des Stuttgarter Unternehmers Max Fischer mit vorwiegend expressionistischen Meisterwerken. Zu bewundern ist ein 180 Exponate umfassendes sensationelles Ensemble von originalen Handzeichnungen und teils überaus seltene Druckgraphiken von Ernst Ludwig Kirchner, die berühmten Holzschnitte und Lithographien von Edvard Munch sowie kapitale Ölgemälde von Emil Nolde und Oskar Schlemmer, Max Beckmann, E. L. Kirchner, Alexej von Jawlensky, Franz Marc, Lyonel Feininger, August Macke und Oskar Kokoschka.

Mit einer Vielzahl hochkarätiger Papierarbeiten der genannten und weiterer Künstler sowie einer feinen Zusammenstellung von Plastiken u.a. von E. L. Kirchner und Ernst Barlach entfalten diese Werke ein faszinierendes Panorama der Klassischen Moderne. Das breite Spektrum der Kollektion ist dabei ebenso erstaunlich wie das außerordentliche Auge für Qualität, für das Besondere, das der engagierte Sammler bewies. (off. press)

 

 

 

Vergangene Ausstellungen


Berlin-Dahlem, Museum für Asiatische Kunst - Staatliche Museen zu Berlin, 21. Februar bis 28. Mai 2007

Tibet - Klöster öffnen ihre Schatzkammern

Mit 150 Schätzen aus Tibetischen Klöstern, die größtenteils ihr Land noch nicht verlassen hatten, präsentiert sich bis 28. Mai das Museum für Asiatische Kunst in Dahlem. Nach ihrer Schau 2006 in der Villa Hügel (Essen) ist die Ausstellung nun im Museum für  Asiatische Kunst in Berlin-Dahlem zu sehen. Dank der Rührigkeit der Kuratorin  Jeong-hee Lee-Kalisch haben die Europäer nun noch zwei Monate länger Zeit die seltene Schau zu erleben. 

"Der Potala-Palast in Lhasa mit seiner schier unermeßlichen Sammlung, der Sommerpalast der Dalai Lamas – Norbulingka -, das Tibet Museum und das Yarlung Museum in Tsethang entliehen glanzvolle Skulpturen, farbenprächtige Gemälde, kostbare Manuskripte und reich verziertes Altargerät. Eine Weltpremiere stellt die
Ausstellung in sofern dar, als dass zum ersten Mal einige der bedeutendsten Klöster Zentraltibets – Sakya, Tashi Lhünpo, Palkhor Chöde in Gyantse, Shalu und Mindröl Ling - dafür gewonnen werden konnten, Schätze aus ihren reichen Sammlungen als Leihgaben zur Verfügung zu stellen. Den Äbten dieser Klöster ist daher ganz besonders zu danken. Obwohl sie diese herausragenden Kunstwerke als Kultbilder verehren und ihnen die Vorstellung von autonomer Kunst fremd ist, waren sie bereit, sie als Botschafter der tibetischen Kultur und Religion einem westlichen Publikum zugänglich zu machen." - Aus der offiziellen Pressemitteilung des Museums.