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Robert Rauschenberg, Untitled (Spread), 1983, Solvent transfer and acrylic on wood panel, with umbrellas 188.6 x 245.7 x 88.9 cm, © Robert Rauschenberg Foundation, New York

London, Tate Modern, bis 2. April 2017

ROBERT RAUSCHENBERG

Tate Modern’s major exhibition of the work of Robert Rauschenberg (1925-2008), organised in collaboration with The Museum of Modern Art in New York, is the first posthumous retrospective and the most comprehensive survey of the artist’s work for 20 years. 

From his early engagement with pop to his works produced at the dawn of the twenty-first century, Robert Rauschenberg blazed a new trail for art. Moving between painting, sculpture, photography, print-making, technology, stage design and performance, he refused to accept conventional boundaries in art and in life. Rauschenberg’s quest for innovation was fired by his openness to the world, his enthusiasm for collaboration and his passion for travel.

Each chapter of Rauschenberg’s six-decade career is represented by major international loans that rarely travel. Among these is a selection of his iconic Combines, hybrids between painting and sculpture, which include Monogram 1955-59, travelling to the UK for the first time in over half a century, and Bed 1955. Tate Modern is also showing the signature silkscreen paintings that signalled Rauschenberg’s attempt to bring politics, mass media imagery and street scenes into his work, including Retroactive II 1964, which portrays John F. Kennedy, who had recently been assassinated.

The exhibition begins by considering Rauschenberg’s early experiments at Black Mountain College, a hotbed for innovation in the late 1940s and early 1950s where he embarked on his first collaborations with fellow artists and friends John Cage, Merce Cunningham, Jasper Johns, David Tudor, Cy Twombly and Susan Weil. This time led to his seminal Erased de Kooning Drawing in 1953, which paid tribute to the achievements of abstract expressionism whilst agitating the limits of what art could be. The artist’s work with Experiments in Art and Technology (E.A.T), an organisation of which he was a founder and which developed collaborations between artists and engineers in the 1960s, is also explored, showing how he helped to initiate new conversations between the visual arts, performance and science. (off. press.)

 


Albert Edelfelt, Virginie, 1883, Oil on canvas, 73,5 x 92,5 cm, Arla Cederberg Collection, Joensuu Art Museum, photo: Hyttinen, Kari

Kopenhagen, SMK, bis 23 April 2017

Japanomania in the North 1875–1918 

Mount Fuji covered in snow, cherry trees in blossom and “The Great Wave”: in the second half of the nineteenth century a wave of enthusiasm for all things Japanese crashed across the Western world – a Japanomania. From January a major exhibition at The National Gallery of Denmark (SMK) will show how Nordic art changed when Japan hit Europe.  

One of the best-known and best-loved paintings in the SMK collections is Laurits Andersen Ring’s The Artist’s Wife. L.A. Ring painted this declaration of love to Sigrid Kähler in 1897, and in addition to portraying the artist’s wife in a moment of bliss the work also exemplifies how Japanese influences left their mark on Nordic art: the garden may be Danish, but shown full of decorative blossoming trees with gnarled branches as in Japanese art, and the woman herself is captured in a Zen-like moment of calm. 

With the exhibition Japanomania in the North 1875–1918 SMK turns back time to show how Western art became infused by Japanese aesthetics: asymmetrical compositions, decorative subject matter, meditative imagery and close observation of birds, fish, insects, branches and flowers. This is the first exhibition ever in Denmark to demonstrate the impact of Japonisme on Nordic art. 

The influence from Japan was particularly strong on artists such as Claude Monet, Edvard Munch, van Gogh, Vilhelm Hammershøi, Anna Ancher, Albert Edelfelt and L.A. Ring, all of whom are featured in the exhibition. (off. Press)

 


René Magritte, Les Mémoires d’un saint, 1960, Öl auf Leinwand, 80 x 99,7 cm, The Menil Collection, Houston © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Frankfurt a M, Schirn Kunsthalle, bis 5. Juni 2017

MAGRITTE- DER VERRAT DER BILDER

Der Maler René Magritte (1898–1967) ist ein Magier der verrätselten Bilder. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmet dem großen belgischen Surrealisten vom 10. Februar bis 5. Juni 2017 eine konzentrierte Einzelausstellung, die sein Verhältnis zur Philosophie seiner Zeit abbildet. Magritte sah sich nicht als Künstler, sondern vielmehr als denkender Mensch, der seine Gedanken durch die Malerei vermittelt. Ein Leben lang beschäftigte es ihn, der Malerei eine der Sprache gleichrangige Bedeutung zu verleihen. Seine Neugier und die Nähe zu großen zeitgenössischen Philosophen, etwa zu Michel Foucault, führten ihn zu einem bemerkenswerten Schaffen, zu einer Verfremdung der Welt, die auf einzigartige Weise akkurate, meisterhafte Malerei mit konzeptuellem Denken verbindet.

Die Ausstellung beleuchtet in fünf Kapiteln Magrittes Auseinandersetzung mit der Philosophie. Seine Wort- Bilder reflektieren seine grundsätzlichen Überlegungen zum Verhältnis von Bild und Sprache, weitere zentrale Bildformeln befassen sich mit den Legenden und Mythen der Erfindung und der Definition der Malerei. Die quasi wissenschaftliche Methode, der er in seiner Malerei folgte, bezeugt seinen Argwohn gegenüber einfachen Antworten und einem simplen Realismus. Die Schirn präsentiert Magrittes meisterhafte Bilderrätsel der 1920er- bis 1960er-Jahre, wie etwa das emblematische Selbstbildnis La Lampe philosophique (Die philosophische Lampe) (1936), La Condition Humaine (So lebt der Mensch) (1948), Les Mémoires d’un Saint (Die Erinnerungen eines Heiligen) (1960), Le Beau Monde (Schöne Welt) (1962) oder L’Heureux Donateur (Der glückliche Stifter) (1966). Die Ausstellung vereint rund 70 Arbeiten, darunter zahlreiche Meisterwerke aus bedeutenden internationalen Museen, öffentlichen und privaten Sammlungen, u. a. dem Musée Magritte in Brüssel, dem Kunstmuseum Bern, dem Dallas Museum of Art, der Menil Collection in Houston, der Tate in London, dem Metropolitan Museum of Art in New York, dem Museum of Modern Art in New York, der National Gallery of Victoria in Melbourne und der National Gallery of Art in Washington D.C. Es ist die erste große Einzelausstellung Magrittes in Deutschland seit 20 Jahren. (off. press)


Hans Olde sen., Caroline Großherzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach, um 1903, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München

München, Lenbachhaus, 21. Februar - ...

Bildschön - Ansichten des 19. Jahrhunderts 

Das 19. Jahrhundert ist das Jahrhundert der Bilder. Sie erreichten eine größere Öffentlichkeit als je zuvor. Künstlerinnen und Künstler prägten auf wirkmächtige Weise die Kultur ihrer Zeit, ein sehr viel breiteres Themenspektrum wurde bildwürdig und im Idealfall vom Publikum als »bildschön« gelobt. Die damals erfundenen Motive bestimmen bis heute, was wir als romantisch, als traurig oder als schön empfinden. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entstand ein enorm vielfältiges erzählerisches Bilduniversum, das immer wieder durch seine formale Innovationskraft begeistert.

»Bildschön« unternimmt eine Neuinterpretation der Sammlungsbestände der Kunst des 19. Jahrhunderts im Lenbachhaus. Um andere Perspektiven auf diese reiche Bildkultur zu eröffnen, präsentiert die neue Ausstellung bewusst eine große Bandbreite von künstlerischen Stilen und Inhalten. Sie erschließt, ergänzt von Fotografien, Film- und Hörbeispielen, nicht nur den zeitgenössischen Kontext der Themen und Bildwelten, sondern beleuchtet schlaglichtartig den Nachhall des langen 19. Jahrhunderts bis in unsere Gegenwart.

Die Ausstellungsbesucher und Kunstsammler des 19. Jahrhunderts, die Leser von Büchern, Zeitschriften oder Reiseführern erwarteten anschauliche Darstellungen und unterhaltsame Geschichten, weshalb viele Künstler die bestehenden Verhältnisse eher bestätigten, als sie kritisch zu hinterfragen. Doch ließen sie gelegentlich ironisch durchblicken, dass ihre Produktionen oft auf Modellen und Attrappen beruhten. Die Erfahrungswelt des Einzelnen erweiterte sich drastisch mit der immer reicheren Bilderwelt. (off. press)

 


Dan Flavin: Two primary series and one secondary, 1968, MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main, Courtesy Estate of Dan Flavin / VG Bild-Kunst, Bonn 2017; Foto/photo: Axel Schneider

Frankfurt/M., MMK MUSEUM FÜR MODERNE KUNST, bis 13. August 2017

Primary Structures. Meisterwerke der Minimal Art

Mit einer solchen Konzentration, Vielfalt und Qualität an Werken der Minimal Art wie sie in der Sammlung des MMK Museum für Moderne Kunst zu finden ist, kann in Deutschland kaum ein anderes Museum aufwarten. Die Ausstellung „Primary Structures“ im MMK 2 zeigt erstmals in einer umfassenden Schau die Meisterwerke dieses Sammlungsschwerpunktes.

Durch den Ankauf der ehemaligen Sammlung von Karl Ströher durch die Stadt Frankfurt im Jahr 1981 besitzt das MMK ein einzigartiges Konvolut von Werken US-amerikanischer Minimal Künstler der 1960er-Jahre, darunter umfangreiche Werkgruppen von Carl Andre, Walter De Maria, Dan Flavin, Donald Judd und Fred Sandback. Zudem gehören mit der 2006 von dem ehemaligen Galeristen und Sammler Rolf Ricke erworbenen Sammlung auch herausragende Werke des Postminimalismus zu den Beständen des MMK.

Die Vertreter der neuen Kunstströmung Minimal Art, die sich in den frühen 1960er-Jahren in den USA entwickelte, strebten in ihren Werken nach Objektivität, Logik und industrieller Fertigung ohne künstlerische Handschrift. Sie reduzierten ihre Arbeiten auf einfache übersichtliche und meist geometrische Grundstrukturen, sogenannte „Primary Structures“. (off. press)

 


Adrian Piper, The Probable Trust Registry: The Rules of the Game #1-3, 2013-2017, Installation + Group Performance: 3 graue raumhohe Wände, 3 runde goldene Tresen, goldene Reliefbuchstaben, 3 Lesepulte, 3 Stehhilfen, Computersystem, 3 Rezeptionsten (pro Tresen eine Person), Format variabel, Detail: The Rules of the Game #1, Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Thomas Bruns. Sammlung Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie. 2016 Schenkung der Freunde der Nationalgalerie. © Adrian Piper Research Archive Foundation Berlin. © APRA Foundation Berlin

Berlin, Hamburger Bahnhof, bis 03.09.2017

Adrian Piper. The Probable Trust Registry: The Rules of the Game #1-3

Der Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin zeigt ab dem 24. Februar die erste museale Einzelausstellung von Adrian Piper in Deutschland. Bei „The Probable Trust Registry: The Rules of the Game #1-3“ (Das Verzeichnis der wahrscheinlich Vertrauenswürdigen: die Regeln des Spiels Nr. 1-3) wird das gleichnamige Hauptwerk der Künstlerin präsentiert, das kürzlich für die Sammlung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin erworben wurde.

Über den Zeitraum von sechseinhalb Monaten stehen in der historischen Halle des Museums drei identische, goldfarbene Tresen, die vor grauen, deckenhohen Wänden platziert sind. Während der gesamten Laufzeit der Ausstellung stehen an den Pulten Rezeptionistinnen und Rezeptionisten, bei denen die Besucherinnen und Besucher einen Vertrag mit sich selbst abschließen können. Darin verpflichtet sich jede/r Einzelne freiwillig dazu, fortan das eigene Handeln an ethischen Prinzipien wie Ehrlichkeit und Verbindlichkeit auszurichten. Die Einträge werden in einem Verzeichnis erfasst, das „Probable Trust Registry“, das alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Ende der Ausstellung erhalten. Sie bilden eine Gemeinschaft von Personen, die wahrscheinlich zukünftig vertrauensvoll sind.

„The Probable Trust Registry: The Rules of the Game #1-3” ist gleichermaßen Installation wie partizipative Gruppenperformance. Das Werk verhandelt auf dialogische Weise, wie Vertrauen gebildet wird und zielt damit auf die Grundlagen zwischenmenschlicher Beziehungen ab. In einem größeren Zusammenhang wirft es philosophische, aber auch ganz praktische Fragen zu demokratischen Prozessen und individueller Verantwortung auf, denn es fordert die Besucherinnen und Besucher nicht nur zu einer Aktion –  einem persönlichen Bekenntnis – auf, sondern bringt uns dazu, über unser tägliches Handeln und dessen Konsequenzen auf politischer, ökonomischer und sozialer Ebene nachzudenken.... www.adrianpiperinberlin.de (off. press)

 

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