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Albert Edelfelt, Virginie, 1883, Oil on canvas, 73,5 x 92,5 cm, Arla Cederberg Collection, Joensuu Art Museum, photo: Hyttinen, Kari

Kopenhagen, SMK, bis 23 April 2017

Japanomania in the North 1875–1918 

Mount Fuji covered in snow, cherry trees in blossom and “The Great Wave”: in the second half of the nineteenth century a wave of enthusiasm for all things Japanese crashed across the Western world – a Japanomania. From January a major exhibition at The National Gallery of Denmark (SMK) will show how Nordic art changed when Japan hit Europe.  

One of the best-known and best-loved paintings in the SMK collections is Laurits Andersen Ring’s The Artist’s Wife. L.A. Ring painted this declaration of love to Sigrid Kähler in 1897, and in addition to portraying the artist’s wife in a moment of bliss the work also exemplifies how Japanese influences left their mark on Nordic art: the garden may be Danish, but shown full of decorative blossoming trees with gnarled branches as in Japanese art, and the woman herself is captured in a Zen-like moment of calm. 

With the exhibition Japanomania in the North 1875–1918 SMK turns back time to show how Western art became infused by Japanese aesthetics: asymmetrical compositions, decorative subject matter, meditative imagery and close observation of birds, fish, insects, branches and flowers. This is the first exhibition ever in Denmark to demonstrate the impact of Japonisme on Nordic art. 

The influence from Japan was particularly strong on artists such as Claude Monet, Edvard Munch, van Gogh, Vilhelm Hammershøi, Anna Ancher, Albert Edelfelt and L.A. Ring, all of whom are featured in the exhibition. (off. Press)

 


René Magritte, Les Mémoires d’un saint, 1960, Öl auf Leinwand, 80 x 99,7 cm, The Menil Collection, Houston © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Frankfurt a M, Schirn Kunsthalle, bis 5. Juni 2017

MAGRITTE- DER VERRAT DER BILDER

Der Maler René Magritte (1898–1967) ist ein Magier der verrätselten Bilder. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmet dem großen belgischen Surrealisten vom 10. Februar bis 5. Juni 2017 eine konzentrierte Einzelausstellung, die sein Verhältnis zur Philosophie seiner Zeit abbildet. Magritte sah sich nicht als Künstler, sondern vielmehr als denkender Mensch, der seine Gedanken durch die Malerei vermittelt. Ein Leben lang beschäftigte es ihn, der Malerei eine der Sprache gleichrangige Bedeutung zu verleihen. Seine Neugier und die Nähe zu großen zeitgenössischen Philosophen, etwa zu Michel Foucault, führten ihn zu einem bemerkenswerten Schaffen, zu einer Verfremdung der Welt, die auf einzigartige Weise akkurate, meisterhafte Malerei mit konzeptuellem Denken verbindet.

Die Ausstellung beleuchtet in fünf Kapiteln Magrittes Auseinandersetzung mit der Philosophie. Seine Wort- Bilder reflektieren seine grundsätzlichen Überlegungen zum Verhältnis von Bild und Sprache, weitere zentrale Bildformeln befassen sich mit den Legenden und Mythen der Erfindung und der Definition der Malerei. Die quasi wissenschaftliche Methode, der er in seiner Malerei folgte, bezeugt seinen Argwohn gegenüber einfachen Antworten und einem simplen Realismus. Die Schirn präsentiert Magrittes meisterhafte Bilderrätsel der 1920er- bis 1960er-Jahre, wie etwa das emblematische Selbstbildnis La Lampe philosophique (Die philosophische Lampe) (1936), La Condition Humaine (So lebt der Mensch) (1948), Les Mémoires d’un Saint (Die Erinnerungen eines Heiligen) (1960), Le Beau Monde (Schöne Welt) (1962) oder L’Heureux Donateur (Der glückliche Stifter) (1966). Die Ausstellung vereint rund 70 Arbeiten, darunter zahlreiche Meisterwerke aus bedeutenden internationalen Museen, öffentlichen und privaten Sammlungen, u. a. dem Musée Magritte in Brüssel, dem Kunstmuseum Bern, dem Dallas Museum of Art, der Menil Collection in Houston, der Tate in London, dem Metropolitan Museum of Art in New York, dem Museum of Modern Art in New York, der National Gallery of Victoria in Melbourne und der National Gallery of Art in Washington D.C. Es ist die erste große Einzelausstellung Magrittes in Deutschland seit 20 Jahren. (off. press)


Raimund Kummer: Mehr Licht (More Light), 1991 | Installation view library of the Hamburger Kunsthalle, Hamburg 1991 | Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie | Photo: Raimund Kummer | © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Berlin, Hamburger Bahnhof, bis 6. August 2017

Raimund Kummer. Sublunar Interference

The exhibition “Raimund Kummer. Sublunar Interference” at Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin features four large-scale sculptural works from different stages of Kummer’s oeuvre. The works, made between 1979 and 2017, address the subject of seeing and are exhibited together for the first time.

“Any site can be a potential site for art.” Raimund Kummer’s (b. 1954) interventions in urban space since the 1970s, as well as the forms of presentation that he developed, result from an understanding of art that no longer differentiates between the site of the work’s origin and the site where it is made public. Works following up on this – temporary installations, sound, staged photographs, sculptures, photographic and filmic works – can be ascribed to the starting point of Kummer’s work: the Realraum.

 

The title Sublunar Interference is a poetic allusion to the question of light and seeing as possible forms of perception. ‘Interference’ thus constitutes a notion of action that is set within the cosmic by the attribute ‘sublunar’. It denotes art’s infinite sphere of activity and the genre-spanning scope of Raimund Kummer’s oeuvre. Essential to his sculptures are questions derived from an experimental relationship to material and their resolution in practice, not the theoretical discourse of conceptual drafts. (off. press)

 


Hans Olde sen., Caroline Großherzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach, um 1903, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München

München, Lenbachhaus, 21. Februar - ...

Bildschön - Ansichten des 19. Jahrhunderts 

Das 19. Jahrhundert ist das Jahrhundert der Bilder. Sie erreichten eine größere Öffentlichkeit als je zuvor. Künstlerinnen und Künstler prägten auf wirkmächtige Weise die Kultur ihrer Zeit, ein sehr viel breiteres Themenspektrum wurde bildwürdig und im Idealfall vom Publikum als »bildschön« gelobt. Die damals erfundenen Motive bestimmen bis heute, was wir als romantisch, als traurig oder als schön empfinden. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entstand ein enorm vielfältiges erzählerisches Bilduniversum, das immer wieder durch seine formale Innovationskraft begeistert.

»Bildschön« unternimmt eine Neuinterpretation der Sammlungsbestände der Kunst des 19. Jahrhunderts im Lenbachhaus. Um andere Perspektiven auf diese reiche Bildkultur zu eröffnen, präsentiert die neue Ausstellung bewusst eine große Bandbreite von künstlerischen Stilen und Inhalten. Sie erschließt, ergänzt von Fotografien, Film- und Hörbeispielen, nicht nur den zeitgenössischen Kontext der Themen und Bildwelten, sondern beleuchtet schlaglichtartig den Nachhall des langen 19. Jahrhunderts bis in unsere Gegenwart.

Die Ausstellungsbesucher und Kunstsammler des 19. Jahrhunderts, die Leser von Büchern, Zeitschriften oder Reiseführern erwarteten anschauliche Darstellungen und unterhaltsame Geschichten, weshalb viele Künstler die bestehenden Verhältnisse eher bestätigten, als sie kritisch zu hinterfragen. Doch ließen sie gelegentlich ironisch durchblicken, dass ihre Produktionen oft auf Modellen und Attrappen beruhten. Die Erfahrungswelt des Einzelnen erweiterte sich drastisch mit der immer reicheren Bilderwelt. (off. press)

 


Dan Flavin: Ohne Titel (to Barbara Nüsse), 1971, MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main, Courtesy Estate of Dan Flavin / VG Bild-Kunst, Bonn 2017; Foto/Photo: Axel Schneider

Frankfurt/M., MMK MUSEUM FÜR MODERNE KUNST, bis 13. August 2017

Primary Structures. Meisterwerke der Minimal Art

Mit einer solchen Konzentration, Vielfalt und Qualität an Werken der Minimal Art wie sie in der Sammlung des MMK Museum für Moderne Kunst zu finden ist, kann in Deutschland kaum ein anderes Museum aufwarten. Die Ausstellung „Primary Structures“ im MMK 2 zeigt erstmals in einer umfassenden Schau die Meisterwerke dieses Sammlungsschwerpunktes.

Durch den Ankauf der ehemaligen Sammlung von Karl Ströher durch die Stadt Frankfurt im Jahr 1981 besitzt das MMK ein einzigartiges Konvolut von Werken US-amerikanischer Minimal Künstler der 1960er-Jahre, darunter umfangreiche Werkgruppen von Carl Andre, Walter De Maria, Dan Flavin, Donald Judd und Fred Sandback. Zudem gehören mit der 2006 von dem ehemaligen Galeristen und Sammler Rolf Ricke erworbenen Sammlung auch herausragende Werke des Postminimalismus zu den Beständen des MMK.

Die Vertreter der neuen Kunstströmung Minimal Art, die sich in den frühen 1960er-Jahren in den USA entwickelte, strebten in ihren Werken nach Objektivität, Logik und industrieller Fertigung ohne künstlerische Handschrift. Sie reduzierten ihre Arbeiten auf einfache übersichtliche und meist geometrische Grundstrukturen, sogenannte „Primary Structures“. (off. press)

 


Amphora with corals, 2nd.cent. AD.

Kopenhagen, Glyptotek, bis 20. August 2017

War and Storm Treasures from the Sea around Sicily

The spring special exhibition at the Glyptotek plunges deep beneath the surface and explores archaeological finds from shipwrecks off the coast of Sicily. The exhibition will be presenting a wide selection of treasures from shipwrecks, ranging across exclusive bronze wares, vases and weapons reflecting the many facets of Antiquity. With a time frame of almost 3000 years the exhibition also sheds light on the significance of the Mediterranean for trade, cultural encounters and perilous journeys and demonstrates that the ancient world was also globalised.

Trade, Perils and Mythology

By virtue of its geographical position alone, Sicily has always been a natural trading nexus for merchants from near and far. So such races as the Phoenicians, Greeks, Romans, Byzantines, Arabs and Normans have exchanged goods, knowledge and cultural customs and have contributed to the island’s reputation as an exotic marketplace. This diversity has also led to the playing out of cultural strife on Sicily. This often resulted in naval battles and the exhibition also displays the legacy of this in the form of, for instance, war helmets and ships beaks for the ramming of enemy vessels. Today, shipwrecks form a wreath around the island like a unique pearl necklace - from warships sunk in historical sea battles to merchant vessels which foundered under the assault of wind and weather.

At the same time Sicily and the surrounding sea have always been an area where reality and mythology meet. One example of this is the way the island constituted a setting for the tale of how the narrow, dangerous Straits of Messina were the domain of the sea-monsters Scylla and Charybdis. The sea was clothed in mystery, and the exhibition illustrates the ancient world’s notions of sea-monsters, sirens and sea gods. (off. press)

 

 


Adrian Piper, The Probable Trust Registry: The Rules of the Game #1-3, 2013-2017, Installation + Group Performance: 3 graue raumhohe Wände, 3 runde goldene Tresen, goldene Reliefbuchstaben, 3 Lesepulte, 3 Stehhilfen, Computersystem, 3 Rezeptionsten (pro Tresen eine Person), Format variabel, Detail: The Rules of the Game #1, Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Thomas Bruns. Sammlung Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie. 2016 Schenkung der Freunde der Nationalgalerie. © Adrian Piper Research Archive Foundation Berlin. © APRA Foundation Berlin

Berlin, Hamburger Bahnhof, bis 03.09.2017

Adrian Piper. The Probable Trust Registry: The Rules of the Game #1-3

Der Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin zeigt ab dem 24. Februar die erste museale Einzelausstellung von Adrian Piper in Deutschland. Bei „The Probable Trust Registry: The Rules of the Game #1-3“ (Das Verzeichnis der wahrscheinlich Vertrauenswürdigen: die Regeln des Spiels Nr. 1-3) wird das gleichnamige Hauptwerk der Künstlerin präsentiert, das kürzlich für die Sammlung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin erworben wurde.

Über den Zeitraum von sechseinhalb Monaten stehen in der historischen Halle des Museums drei identische, goldfarbene Tresen, die vor grauen, deckenhohen Wänden platziert sind. Während der gesamten Laufzeit der Ausstellung stehen an den Pulten Rezeptionistinnen und Rezeptionisten, bei denen die Besucherinnen und Besucher einen Vertrag mit sich selbst abschließen können. Darin verpflichtet sich jede/r Einzelne freiwillig dazu, fortan das eigene Handeln an ethischen Prinzipien wie Ehrlichkeit und Verbindlichkeit auszurichten. Die Einträge werden in einem Verzeichnis erfasst, das „Probable Trust Registry“, das alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Ende der Ausstellung erhalten. Sie bilden eine Gemeinschaft von Personen, die wahrscheinlich zukünftig vertrauensvoll sind.

„The Probable Trust Registry: The Rules of the Game #1-3” ist gleichermaßen Installation wie partizipative Gruppenperformance. Das Werk verhandelt auf dialogische Weise, wie Vertrauen gebildet wird und zielt damit auf die Grundlagen zwischenmenschlicher Beziehungen ab. In einem größeren Zusammenhang wirft es philosophische, aber auch ganz praktische Fragen zu demokratischen Prozessen und individueller Verantwortung auf, denn es fordert die Besucherinnen und Besucher nicht nur zu einer Aktion –  einem persönlichen Bekenntnis – auf, sondern bringt uns dazu, über unser tägliches Handeln und dessen Konsequenzen auf politischer, ökonomischer und sozialer Ebene nachzudenken.... www.adrianpiperinberlin.de (off. press)

 

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